Gemeinde Brunnthal Gemeinde Brunnthal
Rathaus der Gemeinde
Brunnthal im Landkreis München
Wir lieben und leben Tradition
Leben auf dem Land und doch stadtnah
Malerische Landschaften

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Wie schon im Vorwort der letzten Ausgabe angekündigt, gebe ich Ihnen heute ein paar Informationen zur neuen Mobilitätsstudie des Landkreises München und deren Auswirkungen auf unsere Gemeinde.

Die Mobilität unserer Bürger der Metropolregion München ist eine der wesentlichen Aufgaben für die Zukunft – sowohl beim Straßennetz wie auch bei den Schienenwegen. Geprägt durch den starken Pendlerverkehr – etwa 84% der Landkreisbürger pendeln zu einem Arbeitsplatz außerhalb des Wohnortes und 90% der 200.000 Arbeitsplätze im Landkreis werden von Pendlern angefahren – so sind die Straßen, Busse und Bahnen in den Morgen- und Abendstunden schon heute stark ausgelastet oder gar überfüllt. Ein Unfall auf der Autobahn A99 macht sich durch Umgehungsverkehr in unserer Gemeinde dann sofort stark bemerkbar und ein Streik im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) stellt viele vor ungelöste Fragen, wie sie zum Arbeitsplatz und wieder zurückkommen.

Für die Entlastung der Straßen und öffentlichen Verkehrswege braucht es langfristige Planungen, auch im Hinblick auf die Prognose der ansteigenden Einwohnerzahlen: 17% mehr Bürger sollen es im Landkreis bis zum Jahr 2037 werden, dann insgesamt 390.000 Menschen – so die Prognose. Doch Verkehrsprojekte fordern den Unmut der Anwohner heraus, wie zuletzt der Ausbau der zweiten Stammstrecke in München. Es müsste meist schnell gehandelt werden um volkswirtschaftlichen Aufwand durch Stau und unnötige Emissionen zu verhindern, aber die betroffenen Gegner, die meist alle rechtlichen Mittel im Rahmen ausschöpfen, können durch Ihren Protest die Umsetzung zeitlich erheblich verzögern. Eine Verbesserung für die Mehrheit wird somit in die weitere Zukunft geschoben, wie das Beispiel des Autobahnbaus nach Passau zeigt: dort wartet man bereits seit vielen Jahrzehnten auf die Realisierung und Erschließung einer ganzen Region.

Daher ist es sinnvoll, schon heute über die Verkehrszukunft in 20 Jahren nachzudenken. Da die Flächen insbesondere in bebauten Bereichen äußerst begrenzt sind, liegt der Fokus auf dem Ausbau leistungsfähiger attraktiver öffentlicher Verkehrswege, also der Schienen: Ausbau der Stammstrecke, Taktverdichtung der S7 (Kreuzstraße) durch den zweigleisigen Ausbau, tangentiale Verbindungen durch Busse der einzelnen S-Bahn-Haltepunkte (die radial nach München laufen). Ein bis zur nördlichen Brunnthaler Gemeindegrenze reichendes neues Projekt wird derzeit geprüft: die Verlängerung der Bahnstrecke von Neuperlach Süd über die Bundeswehr-Uni in Neubiberg bis zum BICAS-Gelände in Ottobrunn/Taufkirchen (BICAS ist ein Studenten-Campus unter Beteiligung u.a. von EADS, IABG und Siemens, www.campus-ottobrunn.de) also fast bis zum Gewerbegebiet Brunnthal Nord. Aus meiner Sicht ist es dann auch sinnvoll, für die staugeplagten Autofahrer einen Park-and-Ride-Parkplatz an der Autobahnausfahrt anzulegen, um den Autoverkehr am besten schon vor der Staubildung abzufangen und auf den öffentlichen Verkehr umzuleiten.

Aber auch die Buslinien-Verbindungen sind zu optimieren. Neu ist für unsere Gemeinde ab Dezember 2018 die Linie 244 die von Höhenkirchen durch Brunnthal über Hofolding zur S-Bahn Sauerlach mit möglichen 10-Minuten-Takt fährt, und somit,  über Otterloh eine zweite Anbindung im westlichen Gemeindebereich in die Stadt bietet. Die S7 Linie von Kreuzstraße nach München ist schon jetzt höchst ausgelastet und verträgt keinen weiteren Anstieg der Nutzer. Hier ist ein Ausbau mit kleineren Infrastrukturmaßnahmen im bestehenden Schienennetz vorgesehen, um die Entwicklung abzufangen. Bestehende Buslinien wie der 210er, 213er, dienen jetzt schon als Nord-Süd Verbindung und 214er und 241er sind Ost-West-Verbindungen von Taufkirchen über Hohenbrunn bis Haar, diese Linien bleiben bestehen und werden ggf. ausgebaut  – sowohl in der Taktverdichtung wie auch in der Quantität der Linien.

Meiner Meinung nach ist es auch wichtig, einen wirtschaftlichen Anreiz für die Nutzung der öffentlichen Verkehrswege zu schaffen. Dafür benötigen wir dringend ein neues Tarifsystem. Sich innerhalb von München zu bewegen, ist vergleichsweise günstig (zum Beispiel liegt die Strecke von Neubiberg zum Hasenbergl vollständig im Innenraum und kostet momentan 2,80 €). Der Außenraum ist dafür umso teurer. Beispielsweise zahlt ein MVV-Teilnehmer von Brunnthal nach München und weiter mit dem Bus, 5,40 Euro (2 Streifen), von Peiß sind es schon 8,40 Euro, immer die einfache Wegstrecke ohne Rückfahrt, obwohl das sicher nicht länger ist als von Neubiberg nach Hasenbergl für 2,80 Euro. Gerechter wäre wohl eine wegstreckenabhängige Gebühr?

Attraktivität entsteht auch durch Komfort beim Einsteigen und Warten, wofür die Gemeinde mit dem Bau von Bushaltestellen sorgen soll und wird. Um die Barrierefreiheit bei der Bus-Nutzung auszubauen, werden in den nächsten Jahren alle Bushaltestellen auf Betreiben der Bayerischen Staatsregierung entsprechend umgerüstet. In unserer Gemeinde gibt es schon ein paar barrierefreie Zustiege (wie in Brunnthal Nord und Taufkirchner Straße) und weitere werden sukzessive folgen. Schon im Herbst dieses Jahres werden die Bushaltestellen Otterloh erneuert und entsprechend angepasst.

Ich wünsche Ihnen einen sonnigen und fröhlichen Juli, den Schülern und Lehrern einen gelungenen Endspurt in diesem Schuljahr und viele fröhliche Stunden beim Grillen, Feste feiern, an den Seen und in den Schwimmbädern.

 

Ihr Stefan Kern

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