Gemeinde Brunnthal Gemeinde Brunnthal
Rathaus der Gemeinde
Brunnthal im Landkreis München
Wir lieben und leben Tradition
Leben auf dem Land und doch stadtnah
Malerische Landschaften

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Der Frühling naht und die ersten Radler sind auf unseren Straßen und Radwegen unterwegs. In Zusammenarbeit mit dem Landkreis München möchte die Gemeinde die Radler-Aktivitäten an verschiedenen Stellen unterstützen. Abgesehen von der ständigen Erweiterung des Radwegenetzes in der Gemeinde (der Landkreis will in 2018 den Radweg von Dürrnhaar nach Faistenhaar und im Bereich Faistenhaar-Karolinenfeld ausbauen) möchten wir zusammen mit dem Landkreis München das Leihrad-System in unserer Gemeinde zu den anderen Nachbargemeinden aufbauen. Damit könnte das Verkehrsnetz des öffentlichen Personennahverkehres (ÖPNV) neben S-Bahn und Bus auch durch Leihräder erweitert und verdichtet werden. Obwohl das Budget für neue Buslinien und Fahrzeiten zur Erhöhung der Nutzung in den letzten Jahren stark aufgebessert wurde können nicht alle Strecken zu allen Zeiten von Bussen befahren werden. Ein Netzausbau in diese Richtung wäre im ländlichen Raum KEINE finanziell tragbare Lösung. Diese zeitlichen und örtlichen „Busverbindungslücken“ könnten durch das Leihrad-System gefüllt werden. Das vor wenigen Jahren eingeführte MVG Leihradsystem hat in München sehr schnell Akzeptant gefunden, da niemand gern sein eigens hochwertiges Rad im öffentlichen Bereich stehen lässt oder auch ganz spontan durch Zeitverschiebung ein solches Rad braucht, wenn mal der Bus fehlt.  Mit einer App für das Handy kann man ganz einfach die Verfügbarkeit der Räder schon im Voraus sicherstellen und problemlos auf die Leihräder im Stadtgebiet, wie auch im Landkreis zugegriffen. Auch die Bezahlung erfolgt über die App. Eine mittlerweile erprobte und anwenderfreundliche Sache!

In unserer Gemeinde würde damit die Erreichbarkeit unserer S-Bahnstationen (Hohenbrunn, Höhenkirchen, Dürrnhaar, Sauerlach) durch diesen sogenannten Modalsplitt verbessert werden. Ein weiterer Vorteil, die Fortbewegung durch Muskelkraft ist umweltfreundlich und gesund. Der Ausbau des Leihrad-Systems für Brunnthal ohne S-Bahnanschluss macht praktisch nur dann Sinn, wenn er kommunenübergreifend passiert. So kann ich mir sehr gut vorstellen, dass mit anfangs etwa 30 Fahrrädern, verteilt auf die ganze Gemeinde, ein guter erster Schritt gemacht wäre und bei Erfolg die Anzahl der Räder weiter ausbaut werden könnte. Leider sind im ländlichen Bereich nur feste Abhol- und Rückgabestationen im Betrieb wirtschaftlich vertretbar, da die Räderverteilung an den verschiedenen Punkten durch die Betreibergesellschaft wieder zeitnah sichergestellt werden muss, sofern nur bestimmte Fahrrichtungen genutzt werden sich aber kein Rückverkehr durch die Nutzer ergibt.  Die Fahrräder sind mit einem Ortungssystem ausgestattet, die Rückgabe ist also nur in definierten und gekennzeichneten Bereichen möglich damit sie nicht in privaten Höfen und Gärten landen und somit für andere Nutzer nicht mehr zur Verfügung stünden. Auch für Wartung müssen die Räder abgeholt und gefunden werden. Freie Abhol- und Rückgabebereiche gibt es nur im Stadtzentrum von München mit einer ganz hohen Nutzungsdichte, nicht aber in unserem ländlichen Raum.

Im Haushalt von Brunnthal ist für das Leihrad-System ein Betrag von 50.000 Euro vorgesehen. Aus Bundesförderungsmitteln können der Landkreis und die Gemeinden 70 Prozent der Investitionen zurückerhalten, die verbleibenden Restkosten teilen wir uns mit dem Landkreis. Die Kosten für ein Rad mit elektronischen Ortungs- Verrechnungs- und Rückgabesystem wird mit unter 1500 Euro kalkuliert. Hinzukommen noch Kosten für die durch Solarstrom und Funk betriebenen Stehlen (rund 11 Stück), die an den Ausleih- und Rückgabestationen mit vorerst gut 3000 Euro eingepreist sind. Eine Ausschreibung hierzu läuft gerade.  Hinzu kommen die Unterhaltskosten, die gemeinsam von Landkreis und Kommune getragen werden und die Höhe wird, je nach Verhandlungsergebnis, nach Aufwand abgerechnet. Ich hoffe auf die Beteiligung der Nachbargemeinden da es meines Erachtens nur dann einen Sinn macht, wenn sich größere Verleihstationen an den S-Bahnpunkten der Nachbargemeinden befinden. Die hohe Zahl an Fundrädern an den gemeindlichen Ortseingängen lässt auf rechtswidrige Nutzung fremder Räder an den S-Bahnstationen vermuten, und mit der Einführung des Leihradsystems können wir vielleicht auf einen Rückgang hoffen.

Im Kulturausschuss, der das nächste Mal im Mai zusammenkommt, werden wir genauer über mögliche Standorte sprechen und auch erfahren wie die Nachbargemeinden zwischenzeitlich zu dem Projekt stehen. Ich würde mir wünschen, dass auch Sie als Bürger sich bei diesem Projekt mit Vorschlägen zu möglichen Aufstellungsorte für die Leihradstationen einbringen.

Nähere Informationen erhalten Sie über https://www.mvg.de/rad        

Ich wünsche Ihnen einen frühlingshaften März!

Ihr Stefan Kern

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