Gemeinde Brunnthal Gemeinde Brunnthal
Rathaus der Gemeinde
Brunnthal im Landkreis München
Wir lieben und leben Tradition
Leben auf dem Land und doch stadtnah
Malerische Landschaften

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

die Gemeinde Aying plant im Zuge eines Flächennutzungsplanverfahrens die Verlegung der Staatsstraße 2078 als Umfahrung aller Hauptorte (Dürrnhaar, Aying, Peiß, Gögenhofen, Großhelfendorf). Das ist kurz zusammengefasst die Essenz der weitreichenden Planung, in denen der dortige Gemeinderat über mögliche Trassen diskutiert hat, um die große überörtliche Verkehrslast weg zu bekommen. Sie sagen jetzt vielleicht, dass das schön für die Gemeinde Aying ist, aber was hat das mit Brunnthal zu tun? Betroffen von diesen Planungen ist Westen von Faistenhaar durch den Verlauf dieser Trasse an unserer östlichen Gemeindegrenze durch die Emissionen. Denn die Umgehungsstraße beginnt vor dem nördlichen Ortseingang vor Dürrnhaar, schwenkt dann nach Westen Richtung Faistenhaar ab und verläuft in rund 500 m Entfernung zur nächsten Wohnbebauung im Waldsaum in Richtung Süden. Dafür soll die M9 (Miesbacher Straße) zwischen Faistenhaar und Kleinkarolinenfeld und auch die jetzige St 2070 zwischen Faistenhaar Waldrand und Aying eventuell rückgebaut werden.  Wie sich die Verkehrsströme dadurch auf der Ayinger Straße, Faistenhaarer Straße und Sauerlacher Straße dadurch verändern ist für mich auch noch ein wichtiger Gesichtspunkt. Fließt dann mehr Verkehr Richtung Autobahnausfahrt A99 Höhenkirchen, oder noch mehr zur A8 Hofolding und belastet unsere südlichen Orte noch stärker? Der Rückbau (eventuell zum Radweg oder Feldweg) der Miesbacher Straße nach Kreuzstraße wäre dagegen wohl ein positiver Gesichtspunkt, aber ob er eine mögliche Mehrbelastung aufwiegt bleibt zu prüfen.

Ich kann die Kollegen aus Aying gut verstehen, wenn sie diese Maßnahme zur Verkehrsberuhigung der Ortsteile Dürrnhaar, Großhelfendorf, Peiß und Göggenhofen forcieren. Der Verkehr führt direkt durch die Ortschaften, bis zu 13.500 Fahrzeuge passieren täglich die St 2078. Die Umgehungsstraße führt durch den Wald, und ist für den überörtlichen Verkehr dort sicher besser untergebracht, sowohl für die Anwohner als auch für Straßennutzer. Am Südlichen Ende von Aying im Bereich südlich von Helfendorf und nördlich von Rauchenberg wird die neue Trasse an der alten Streckenführung wieder angeschlossen. Somit wird dieser Teilabschnitt der Rosenheimverbindung nach Höhenkrichen sicher ebenfalls „leistungsfähiger“, bis das Nadelöhr Feldkirchen sicher die nächste Barriere vorerst darstellt.

Bei den Planungen von Aying wird Brunnthal im Zuge des Flächennutzungsplanverfahren beteiligt. Aber auch alle betroffenen Bürger können selbst dazu Stellung nehmen, sofern sie Nachteile erleiden.  Unser Ziel ist die Unterstützung des Vorhabens unter der Voraussetzung, dass kein zusätzlicher Verkehr oder Lärm durch unsere Ortsteile zur Folge hat, zu unserem Nachteil der Ayinger Vorteil erkauft wird. Andererseits dürfen wir auch nicht aus den Augen verlieren, dass eine solche Planung ggf. auch Vorteile für unsere Gemeinde eröffnet, zum Beispiel die Geschwindigkeit auf der Ayinger Straße in Faistenhaar nicht mehr so groß ist, oder durch eine umständliche Linienführung sogar weniger Verkehr Richtung Autobahn zur Folge haben könnte. Im Moment sind dies alles nur Planungsüberlegungen, die naturschutzrechtlich und nachbarschaftlich Verhältnisse müssen abgewogen werden, vor allem da die Finanzierung noch vollkommen offen sein dürfte.

Als Kreistagsmitglied stellte ich den Antrag zum Bau des Radweges von Faistenhaar nach Kreuzstraße, um den neu gebauten Radweg von Höhenkirchen in Richtung Wayern-Schliersee fortzuführen. Dazu kam Ende Juli vom Landratsamt Miesbach ein Alternativvorschlag:  anstelle des Radweges entlang der Kreisstraßen sollte in Faistenhaar am Tennisplatz entlang der Forststraße bis zur Verbindungsstraße Otterfing nach Kreuzstraße, also quer durch den Hofoldinger Forst der Forstweg asphaltiert werden. Der notwendige Grunderwerb erscheint dem Miesbacher Kollegen entlang der M9 zu schwierig. Ebenfalls wäre die Kostenträgerschaft dann wohl bei den Gemeinden und nicht bei den Landkreisen. Vorgeschlagen wurde diese Radwegverbindung auch wegen der engen Straße und dem starken Verkehr (gerade am Wochenende) und einem tödlichenr Unfall eines Fußgängers im Bereich der M9 und Römersiedlung. Der Kollege aus Aying sieht bei einer Trassenführung durch den Wald zwar schön für eine Gruppe als Radfahrer, aber das subjektive Sicherheitsempfinden für Frauen und Kinder dürfte abseits aller Straßen stark getrübt sein und wird in der Regel nicht staatlich gefördert. Wir werden sehen, inwieweit Einigung erzielt werden kann und eine Lösung kommt, oder gar auf den Rückbau der M9 zum Radweg im Zuge der Planungsüberlegungen von Aying die Radverbindung wird?

Ich wünsche Ihnen einen schönen September, einen bunten Herbstbeginn und den ABC-Schützen einen fröhlichen Start ins Schulleben!

Ihr Stefan Kern