Gemeinde Brunnthal Gemeinde Brunnthal
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Brunnthaler Konzerte

Die Gemeinde feiert 2017 das 30jährige Bestehen der Konzertreihe. Es werden jährlich fünf bis sechs Konzerte, darunter ein Konzert für Kinder, ein Streichquartett-Abend und ein Jazzkonzert, veranstaltet. Für Aufführungen mit Klavier steht ein Steinway-C-Flügel zur Verfügung. Namhafte Solisten und Ensembles treten im Musiksaal Brunnthal auf. Der Saal ist Teil des Musikhauses Brunnthal und wird wegen seiner besonderen Atmosphäre und Akustik vom Publikum, den Musikern und der Presse gelobt.

Informationen zu unserem nächsten Konzert:

Nach Beethoven....

Das Trio Gaon mit Jehye Lee, Violine, Samuel Lutzker, seinem neuen Cellisten, und Tae-Hyung Kim, Klavier, durften wir bereits in Brunnthal im Februar 2016 erleben. 2017 wurde es mit dem 1. Preis des Internationalen Kammermusikwettbewerbs in Triest ausgezeichnet. Dieses Ensemble hat an der Hochschule für Musik und Theater München bei Chumachenko, F.Berger und Poppen studiert und ist in Deutschland, Belgien, Österreich und Korea häufig aufgetreten. Die Süddeutsche Zeitung schreibt: „Hier gab es, bei bemerkenswerten solistischen Vorzügen der drei, kammermusikalischen Geist und einen ausgereiften Sinn für Transparenz und Klangbalance zu bestaunen.“

Im Schaffen von Johannes Brahms, der als 20jähriger von Robert Schumann als „Erneuerer“ der Musik der Öffentlichkeit vorgestellt und gepriesen wurde, nehmen Kammer- und Klaviermusik sowie das Chor- und Liedschaffen großen Platz ein. Der verinnerlichte Ausdruck dieser Gattungen lag ihm sehr. Es erschien ihm lange Zeit nicht machbar, nach Beethoven in der Sinfonik noch Bedeutendes zu leisten, rang er doch um die Schöpfung seiner 1. Sinfonie 15 Jahre lang. Seine Sinfonien und seine 4 Solo-Konzerte waren es jedoch, die ihn in den Rang der großen Komponisten der 2. Hälfte des 19. Jh's. hoben. Die Bewunderung, die er vor allem dem übermächtigen Beethoven entgegenbrachte, hieß für ihn letztlich nicht, ihm nachzufolgen, sondern vielmehr, sich in seiner Eigenständigkeit zu präsentieren.

Auch das Trio in H-Dur op.8, das er 1854 als junger Mann in jugendlich-romantischem Überschwang komponiert hatte, wollte er nicht so stehen lassen. 1890, dreieinhalb Jahrzehnte später, 'schrieb' (gemäß Brahmsens Worten) er dieses Werk um. Lange emotional betonte Passagen wurden gekürzt; formales Denken war nun die Devise, um die Struktur klarer darzustellen. Diese 2. Fassung des Op.8 hat ihren internationalen Weg gefunden. Sie wird als Spitzenleistung in der Klaviertrioliteratur der Romantik anerkannt.

Vom Entstehungsdatum der 2. Fassung dieses Werks gehen wir über 60 Jahre zurück und finden Franz Schubert 1828 bei der Komposition seiner Klaviertrios vor.

Zwar hat dieser Meister nur zwei vollständige Klaviertrios, zu welchen das Trio in Es-Dur D929 gehört, komponiert. Wir zitieren A. Friesenhagen in einem CD booklet des Haydn Trios sinngemäß: „Doch kann man diese beiden Klaviertrios getrost zu seinen größten Kammermusikwerken zählen. Mit diesen Trios findet die Gattung in der Wiener Klassik ihren krönenden Abschluss. Gleichzeitig stellen sie durch ihre Vorbildfunktion für jüngere Komponisten, namentlich Robert Schumann, eine Art Brückenschlag in die Romantik dar.

Freilich ging Schubert von dem Modell, wie es etwa in Beethovens letztem Trio, dem 'Erzherzogtrio' op.97, voll ausgeprägt vorliegt, aus: Violine und Violoncello sind selbständig geführt und an der thematischen Entwicklung beteiligt. Sie haben sich im Rahmen des Klaviertrio-Schaffens aus der Rolle bloßer Begleiter des Klaviers, in die sie das 18. Jh. hineingedrängt hatte, längst befreit. Auf geradezu sinfonische Ausmaße sind die Dimensionen sämtlicher Sätze nun ausgeweitet.

Allerdings schlägt Schubert doch einen anderen Weg ein als Beethoven, wenngleich Schuberts Trios ohne diejenigen des Meisters aus Bonn nicht denkbar wären. Schubert betont nämlich stärker die gesanglichen, lyrischen Momente und wählt statt eines dramatisch konzipierten Satzaufbaus eine eher erzählende Geschichte, in der der Entfaltung der Themen breiter Raum gewährt wird. Schubert unterzieht seine bildschönen Melodien nicht wie Beethoven einer ständigen Verarbeitung. Hinzu kommt eine neue Satztechnik: der Vortrag der Themen ist nicht auf die verschiedenen Instrumente verteilt, sondern oft einer Stimme fest zugeordnet.“

Karten zu € 18 / erm. € 12 bei Frau Schober von der Gemeinde Brunnthal, Rathaus, Münchner Straße 5 und unter Tel. 08102 / 89012 Mo - Fr, 8 -12 Uhr und an der Abendkasse. 

 

Klavierschule Brunnthal - Schülerkonzerte
im Musiksaal des Musikhauses Brunnthal, Hofoldinger Straße 16, Brunnthal                                                                              

                                                           Schüler von:

So, 02. Juli 2017  11 Uhr                  Christoph Amtmann
So, 02. Juli 2017  16 Uhr                  Stephanie Steinbauer und Frederic Jost               
So, 16. Juli 2017  17 Uhr                  Christoph Amtmann                       

Eintritt frei